Folie statt Lack. Autobeschichtung mit Folie

Die Möglichkeit der Autobeschichtung mit einer Folie besteht seit ca. 14 Jahren. Vor allem im Bereich der Taxen konnte sich die Autofolie durchsetzen, und ersetzt dort heute die für den Wiederverkauf problematische Lackierung „Elfenbein“.

Selbstverständlich ist eine Folienbeschichtung einzelner Karosserieteile möglich. Interessant ist diese Option vor allem in den Bereichen der steinschlaggefährdeten Fahrzeugteile, wie etwa der Stoßstange oder Motorhaube.

Die zur Verfügung stehenden Farbfolien orientieren sich an der RAL-Tabelle. Von reinweiß bis hin zu tiefschwarz stehen annähernd alle Vollfarben zur Verfügung. Folien mit Metallic-Effekt - sogenannte Effektfolien - sind ebenfalls verfügbar. Interessant und effektvoll sind Flip-Flop Folien. Hier erscheint, je nach Reflektionswinkel des Lichts, eine andere Farbe.

Vor allem für Werbefotografen dürfte eine Autofolienbeschichtung sinnvoll sein. Autofolien weisen eine geringere Lichtreflexion - ca. eine halbe Blende - gegenüber Autolack auf.

Vor der Verlegung ist die Lackoberfläche des Fahrzeuges zwingend fettfrei und sauber zu halten. Aufgebracht wird die Autofolie im Kalt-Warm Verfahren. Ein Vorwärmen des Fahrzeuges ist nicht notwendig. Der auf der Autofolie befindliche Kleber ist nicht aggressiv, so dass eine Beschädigung der bestehenden Lackierung ausgeschlossen werden kann. Zunächst wird die Folie gezogen, dann am Fahrzeug angelegt, und dann mit einem Heißluftfön und Rakel aufgebracht.

Es gibt keinerlei Einschränkung seitens der Einsetzbarkeit einer Autofolie. Sie ist selbstverständlich hitze- u. kältebeständig, nicht entflammbar, und schützt vor kleineren Lackschäden.

Verwitterungsmerkmale, wie wir sie vom Lack her kennen, bestehen bei einer Autofolie nicht. Hinsichtlich der Farbintensität kann es zwar zu einer leichten Ausbleichung kommen, hier insbesondere bei der Farbe rot, jedoch bei weitem nicht so gravierend wie bei einer den Witterungseinflüssen ausgesetzten Lackierung.

Die komplette Beschichtung eines Mittelklassefahrzeuges nimmt etwa einen Arbeitstag in Anspruch.

Sie möchten Ihr Fahrzeug nach fünf Jahren verkaufen, und die bestehende Autofolie soll entfernt werden? Kein Problem. Benötigt wird ein Fön, ein trockener Stellplatz, und schon können Sie selbst die Folie abziehen. Nach ca. drei Stunden steht Ihr Fahrzeug folienfrei und in neuem Glanz vor Ihnen.

Eine Fahrzeug-Folienbeschichtung ist in Deutschland nicht eintragungspflichtig, da im Kfz-Schein die Fahrzeugfarbe nicht eingetragen wird. Bestimmte Farbfolien sind jedoch nur kommunalen Fahrzeugen vorbehalten, wie etwa Feuerwehr und Polizei.

Für eine Folienbeschichtung ist eine lackierte bzw. grundierte Oberfläche notwendig. Die in Deutschland bestehenden Fachbetriebe beraten Sie sicherlich gerne. Erste Anlaufadresse wäre unter anderem die ALLFOLIA Deutschland GmbH in Remscheid. Sie unterhält zahlreiche Niederlassungen und Franchisebetriebe in Deutschland, und gilt als Marktführer im Bereich der Folienbeschichtung.


Author: dietergotzen
Veröffentlicht am:
Freitag, 20. August 2010, 19:38 Uhr
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