Reifen ohne Luft hohe Fahrsicherheit und Ökonomie

Reifen ohne Luft. Klingt grossartig! Eine revolutionäre Erfindung macht Pilze zum Ersatz von Plastik, die umweltfreundliche Alternative für die Zukunft. Die Reifen-Felgen-Kombination kommt völlig ohne Luftdruck aus. Zum beispiel der Verzicht von Luft im Pneu bedeutet geringeren Wartungsaufwand und verhindert Reifenpannen durch Luftverlust. Wann der Reifen allerdings in Serie gehen könnte, ist noch nicht klar. Neuartiger Reifen ohne Luft ist 100 % recyclingfähig. Die neuen Räder laufen nicht mit Luftdruckfüllung, sondern auf einem Kranz von Kunststofflamellen (Wabenreifen), müssen also weder spitze Gegenstände auf der Strasse fürchten noch sonst irgendwie gewartet werden. Sie tragen sogar einen 2.5 Tonnen schweren Humvee. Ausserdem würde ein solcher Reifen helfen, Benzin zu sparen. Auch die Bewahrung der Umwelt, Erhaltung der Ressourcen und Reduzierung der CO2-Emissionen. Dies könnte den Autobau revolutionieren.

Die Firmen Goodyear und Michelin, haben den Reifen, wie wir ihn jetzt kennen, entwickelt. 2005 erstaunte die französische Firma Michelin die Welt mit der Ankündigung, dass sie das Prinzip des luftlosen Reifens genauer erforschen wolle. Michelin präsentierte der Fachwelt auf der North American International Auto Show in Detroit mit dem Michelin "Tweel" ein revolutionäres Reifenkonzept, das nun am Genfer Autosalon erstmals auch in Europa vorgestellt wird. Die zukunftsweisende Kombination aus Reifen und Rad in einem Bauteil kommt völlig ohne Luftdruck aus. Das Revolutionäre an Michelins Erfindung war ein Kranz aus flexiblen Speichen, die auf einen festen Radkern, aufgesteckt werden. Auf die flexiblen Speichen wiederum kommt eine Lauffläche aus Gummi. Die Vorteile gegenüber einem normalen Reifen, so liess Michelin verlauten, seien immens: höhere Fahrstabilität, präzisere Abstimmungsmöglichkeiten für das Autofahrwerk, unverwüstlich, mit günstiger in der Produktion und Entsorgung und absolut pannensicher.

"Bahnbrechende Revolutionen in der Fortbewegung kommen alle einhundert Jahre einmal vor", erklärt Terry Gettys, Direktor des Michelin Forschungs und Entwicklungszentrums im nordamerikanischen Greenville, South Carolina. "Ein neues Jahrhundert ist angebrochen, und Tweel hat sein Potenzial, die Mobilität nachhaltig zu verändern, bereits unter Beweis gestellt."

Die nachhaltigen Merkmale


Der innovative Reifen basiert auf einem völlig neuen Ansatz. Er besteht nicht mehr aus einer Felge mit einem Gummireifen darüber, sondern die Felge selbst, versehen mit einer Lauffläche ist der neue Reifen. Dank der einmaligen Speichenstruktur der Reifen, erübrigt sich nebenbei das regelmäßige Aufpumpen der Reifen, ein geringerer Wartungsbedarf, keine Verbrauchssteigerungen bei zu geringem Luftdruck und die Reduzierung von Gefahrenpotenzialen inklusive. Gleichzeitig ist das Problem von Reifenpannen gelöst, welches ein weiteres Gefahrenpotenzial beinhaltet. Diese Wabenreifen kommen ganz ohne Karkasse und Luft aus. Zum beispiel eine Menge von 650.000 Tonnen Altreifen fallen jährlich und alleine in Deutschland an. Und diese benötigen schon bei ihrer Produktion jede Menge Energie, verbunden mit CO2-Emissionen, und Rohstoffe.

Flexible Speichen (Waben)


Die Feder, und Dämpfungswirkung der Luft übernehmen hochflexible Speichen. Sie verbinden die Lauffläche aus Gummi mit der integrierten Leichtmetallfelge, federn Fahrbahnunebenheiten ab und tragen das Fahrzeuggewicht. Die Waben sind beweglich und absorbieren die Stöße, die auf die Felge wirken. Zusammen mit der Gummiauflage, die für die Lauffläche verwendet wird, ist das für den Reifen verwendete Material zu 100 Prozent recyclingfähig. Daher setzen diese Reifen neue Maßstäbe in Sachen Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Komfort. Die Speichenstruktur innerhalb der Reifen ist aus wiederverwendbarem Thermoplast hergestellt. Auch der Rollwiderstand konnte gegenüber einem klassisch bereiften PKW signifikant reduziert werden. Dies spart nicht nur Treibstoff, auch bei der Fahrwerksabstimmung eröffnet die Rad-Reifen-Kombination ganz neue Möglichkeiten. Bei dem zukunftsweisenden System kann die Steifigkeit des Reifens in vertikaler und in horizontaler Richtung erstmals unabhängig voneinander abgestimmt werden.

Michelin Tweel revolutioniert die zukünftige Mobilität

Zahlreiche Vorteile sprechen für das System. Zum beispiel die Seitenführungskraft liegt beim Michelin Tweel wesentlich höher als bei einem handelsüblichen Luftreifen - was Handling, Kurvengeschwindigkeit und Fahrstabilität erheblich verbessert. Dabei steht der Michelin Tweel einem Luftreifen in puncto Fahrkomfort, Belastbarkeit und Federungskomfort nicht nach. Auch Michelin Tweel wird beispielsweise in Kleinserie von einem amerikanischen Rollstuhlhersteller eingesetzt und ermöglicht gehbehinderten Menschen damit das problemlose Treppensteigen. Darüber hinaus entwickelt Michelin derzeit die luftlosen Reifen für verschiedene Spezialfahrzeuge des Katastrophenschutzes.

Zum beispiel als Michelin mit dem "Tweel" 2005 an einer Auto Show in Detroit an die Öffentlichkeit ging, war die Aufregung gross: ein luftloser Reifen - das hatte man seit 200 Jahren nicht mehr gesehen. Zum letzten Mal 1887 - ein Jahr bevor ein gewisser John Boyd Dunlop das Patent für den ersten luftgefüllten Fahrradreifen einreichte. Seither fahren fast alle Strassenfahrzeuge mit Luft in den Reifen herum.

Die US-Firma Resilient Technologies bekam jetzt vom US-Verteidigungsministerium den Auftrag, ihre luftlosen Reifen auf Gefechsfahrzeugen zu testen. Die Amerikaner hatten 2005 bei der Michelin-Präsentation sehr genau hingesehen und erkannt, dass ein luftloser Reifen dich Sicherheit und Einsatzfähigkeit eines Offroad-Armee-Fahrzeuges enorm erhöhen konnte. Denn ein luftloser Reifen kann nicht mehr aufgeschlitzt werden, geschweige den kaputtgeschossen werden. Und in der Folge waren sie unverzüglich daran gegangen, eigene, luftlose Reifen zu entwickeln. Wenn aber schon das Militär sich um diese Art von “neuen” Reifen kümmert, sollte doch hier einiges Potenzial drin stecken.

Der Hersteller Bridgestone hat einen neuen Reifentyp hergestellt. Auch Bridgestone weltweit größter Reifenhersteller, hat einen Konzeptreifen entwickelt, der nicht mit Luft befüllt werden muss. Bridgestone hat einen Reifen mit Plastikwaben entwickelt, der sich fast genau so verhält wie sein Gummi-Kollege. Was beim Auto vielleicht in Zukunft möglich sein wird, ist beim Zweirad wohl schwer vorzustellen. Eine innovative Speichenstruktur macht den Reifen wartungsfrei. Weiterhin zeichnet den Reifen aus: Kein Reifenplatten mehr und zu 100 Prozent recycelbar. Schliesslich soll der Superreifen dann bitte auch mindestens 500.000 Kilometer Laufleistung aushalten, ohne gewechselt werden zu müssen. Geht das? Bridgestone treibt diese technologische Entwicklung voran, um einen nachhaltigen Prozess nach dem "Cradle-to-Cradle" Prinzip, das heißt von der Wiege wieder zurück in die Wiege, zu etablieren. Dieses Prinzip steht für die zyklische Verwendung der Ressourcen, in diesem Falle von alten Reifen für neue Reifen. Die Nutzung von recyclingfähigen Ressourcen wird somit proaktiv maximiert. Bridgestone zeigt nicht nur Reifen ohne Luft, sondern auch farbige Gummis, es Bunte Pneus (die pfiffigen Erfindungen). Im nächsten Jahr soll die neue Drucktechnik einsatzreif sein.

Wabenreifen für Motorräder


Zum beispiel mit dem Michelin Airless hat die grosse Reifenfirma aus Clermont-Ferrand schon ein erstes Konzept für einen luftlosen Rollerreifen vorgestellt. Er soll in ein paar Jahren in Serie gehen. Bis wir aber dem normale Motorrad-Gürtelreifen "Ade" sagen können, dürfte es noch ein paar Jahre dauern. Als erste Motorräder könnten vermutlich Enduros mit den neuen Wabenreifen bestückt werden - ihr Einsatzgebiet ist demjenigen der getesteten Armee-Humvees noch am ähnlichsten. Luftlose Reifen für Fahrrad und Motorrad wird aber dennoch Zukunftsmusik bleiben, denn hier ist Seitenhaftung gefragt.

Reifen ohne Luft (Wabenreifen) für Fahrradfahren


Keine Luft, rollt effizienter als bisherige Räder. Hightech-Reifen macht Pannen unmöglich Keine Luft, rollt effizienter als bisherige Räder. Das geht nämlich mit den Energy Return Wheels von Britek. Das sogenannte “Energy Return Wheel” funktioniert komplett ohne Schlauch und Luft. Die Konstruktion besteht aus der Lauffläche und einem inneren Ring, die mit elastischen Streben verbunden werden. Die bestehen aus Gummi auf Carbon-Nano-Verstrebungen und brauchen keine Luft. Man ist darauf genauso gut gefedert wie mit Luftreifen und die Bestandteile des Reifens können sich sogar den Boden- und Fahrerbedingungen anpassen. Die Montage ist oft kompliziert, die Bodenhaftung ist bei manchen Systemen, vor allem im Winter oder bei Nässe schlechter. Viele Modelle sind auch sehr schwer oder einfach teuer. Bisherige Systeme sind auch von der Effizienz her nicht so gut wie ein Reifen mit Luft.

Durch die verbesserten Laufeigenschaften benötigen Vehikel mit Energy Return Wheels laut Hersteller weniger Energie als mit normalen Reifen. Das spart bei Autos Sprit und schont die Muskeln von Fahrradfahrern. Gleichzeitig verbessern sich auch Beschleunigung und Bremswege von Gefährten durch die höhere Effizienz der Reifen. Laut Britek sollen sich auch die spürbaren Vibrationen durch die Hightech-Besohlung verringern. Die federnden Elemente speichern mechanische Energie kurzzeitig zwischen und geben sie wieder an die Räder ab, was die Fortbewegung effizienter macht als mit einem herkömmlichen Reifen. Zum beispiel für Autos sind die Spezialräder schon länger am Markt.

Wann geht das in Serie


Derzeit wird mit verschiedenen Waben-Strukturen aus Polymer für die Felgen herumexperimentiert. Das Bienenwabenmuster scheint sich bisher als am stabilsten herausgestellt zu haben. Die Firma Resilient Technologies ist sich ziemlich sicher, dass sie den Reifen bald in Serie wird herstellen können. Neben dem Militär hofft man auch darauf, zivile Offroad-Fahrzeuge wie Bagger, ATV etc mit den speziellen Wabenreifen ausrüsten zu können, das Marktpotential ist riesig.

Resultat: Reifen ohne Luft ist hohe Fahrsicherheit, Antrieb geschont, Komfort und Ökonomie!

Autor: Maxarr

Veröffentlicht am:
Sonntag, 27. Januar 2013, 15:50 Uhr
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