Nikotin - ist Gift

Interessant, dass viele menschen verfallen früher oder später dem Verlangen, sich in irgendeiner Form zu schädigen, zum beispiel - das Rauchen.

Zigaretten gehören fast weltweit zu den legalen Drogen. Raucher sollten sich nicht der Illusion hingeben, Zigaretten würden erst irgendwann in der Zukunft vielleicht Krebs verursachen. Jeder Glimmstengel stellt für sich genommen ein Risiko dar. Und die giftigen Inhaltsstoffe wirken schneller als bislang gedacht. Viele Raucher vergessen, dass sie nicht nur kuerzer leben, sondern dass sich auch Ihre ganze Lebensqualität durch das Rauchen beträchtlich verschlechtert.

Rauchen führt zu einem allgemein verschlechterten Gesundheitszustand. Viele Forschungen haben jedoch gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eine Lungen-, Atemwegs- oder Herzkrankheit zu bekommen, viel höher fuer Raucher, als fuer Nichtraucher ist. Die Hälfte aller Todesfälle aufgrund dieser Krankheiten werden durch rauchen verursacht. Auch schäden an der Erbsubstanz treten also nicht erst nach Jahren des Zigarettenkonsums auf, sondern buchstäblich schon nach dem ersten Zug. Zellen entarten, Krebs oder Unfruchtbarkeit können die Folge sein. Selbst Gelegenheitsraucher setzen sich somit der Gefahr von Schäden am Erbgut aus.

Nikotin ist das Hauptalkaloid giftige Stickstoffverbindung. Durch das Abbrennen der Zigarette und das Inhalieren des Rauches gelangt Nikotin in die Lunge und von dort in das Blut. Da das Alkaloid die Blut-Hirn-Schranke, die für viele andere Giftstoffe eine Barriere darstellt, überwinden kann, gelangen dessen Moleküle kurze Zeit danach in das Gehirn. Dort heften sie sich an die Nervenzellen und beeinflussen deren Aktivität.

In einer Zigarette sind mehr als 3800 chemischen Verbindungen, die Meisten sind lungengängige Feinstaubpartikel. Die giftigen Substanzen lenken manche Entgiftungsmechanismen ab, während die reizenden Stoffe die Selbstreinigung der Lunge verschlechtern. Die krebserregenden Stoffe können dadurch fast ungehindert in die Lunge eindringen und auch dort bleiben.

Nikotin (C10H14N2) gilt als eines der stärksten Gifte überhaupt, denn bereits eine Dosis von ca. 50 mg kann oral eingenommen bei einem Erwachsenen zum Tod führen. Durch die Aufnahme über die Lunge, wie dies beim Rauchen der Fall ist, und den schnellen Abbau kommt es zu keinen lebensgefährlichen Nikotinkonzentrationen im Körper. Eine Überdosis Nikotin löst Krämpfe aus und lähmt das Atemzentrum im Gehirn. Es erreicht dieses schon 7 Sekunden nach der Einnahme. Bei 20 Zigaretten mit je 10 Zügen pro Tag wird das Gehirn 73000 mal im Jahr mit Nikotin überflutet. Dieser ständige Wechsel der Nikotinkonzentration im Gehirn macht abhängig. Schon die Menge aus zwei Schachteln Zigaretten (50 mg) wirken sofort tödlich.

Auch wenn Raucher es nicht wahr haben wollen, Nikotin ist ein nicht zu verachtendes Gift. Vermutlich kennt jeder das Raucherbein und das hat nicht ohne Grund seinen Namen. Durch die Aufnahme von Nikotin werden die Gefäße nach und nach immer enger und wenn dies sogar einen Effekt auf die dickeren Adern in den Beinen hat, kann man sich vorstellen, was mit den hauchdünnen Blutgefäßen im Penis passiert.

Manche Raucher haben schon mehrere Herzinfarkte hinter sich, es wurden ihnen Körperteile amputiert, weil sie so schlimme Durchblutungsstörungen hatten, sie litten an Krebs, einem Lungenemphysem und einer Unmenge anderer tödlicher Krankheiten.

Rauchen erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Im Tabakrauch sind rund 40 krebserregende oder -mitverursachende Substanzen enthalten. Rauchen verringert die natürlichen Killerzellen, die das Immunsystem gegen Krebszellen einsetzt. Alle Organe, die mit Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, sind stärker krebsgefährdet. Etwa 90 - 95% der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher. Auch bei Menschen, die viel Alkohol trinken und zusätzlich rauchen, erhöht sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs auf das 100-fache.

Allein 90 Prozent der etwa 3000 Menschen, die weltweit täglich an Lungenkrebs sterben, gehen Schätzungen zufolge auf das Rauchen zurück. Wie die PAK im Körper zu einer Gefahr für die Gene werden, war bislang allerdings unklar. Die Wissenschaftler hatten zwölf Raucher mit speziellen Zigaretten versorgt, die einen chemisch markierten Kohlenwasserstoff enthielten. Mit Hilfe dieser Markierung konnten sie anhand einer Reihe von Blutproben beobachten, wie schnell die Substanz sich in ein Gift verwandelte, das den Genen gefährlich werden kann. Und das ging erheblich schneller, als die Forscher erwartet hatten. Ob der Raucher Zigaretten mit hohem oder mit geringem Teergehalt raucht, macht keinen großen Unterschied. Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die schädigende Wirkung nicht nur von Nikotin ausgeht, sondern auch von jenen Substanzen, die durch das Abbrennen einer Zigarette entstehen: Der Rauch enthält über 4.000 verschiedene Inhaltsstoffe, dazu zählen unter anderem Teer, Arsen, Benzol, Cadmium, Blausäure, Blei und Kohlenmonoxid. Viele dieser Bestandteile sind giftig, mindestens 43 von ihnen sind mögliche Auslöser von Krebs - so genannte Kanzerogene oder Karzinogene. Unfreiwillig eingeatmeter Tabakrauch ist eine Mischung aus Nebenstromrauch von Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen und aus Hauptstromrauch aus den Lungen rauchender Personen. Wie beim aktiven gelangen auch beim passiven Rauchen die Gifte des Tabakrauchs über Lunge und Blutbahnen in den ganzen Körper. Die Immunabwehr ist geschwächt - ein erhöhter Vitaminbedarf ist nachgewiesen. Nikotin beeinträchtigt ebenso die Calciumeinlagerung in die Knochen und kann so Osteoporose fördern.

Rauchen greift die Atemwege an, Durchblutung des Gehirns wird, Mund und Bronchien werden irritiert, die Atemkapazitat wird verringert, eine chronische Bronchitis richtet sich ein und ende oft mit einem Mund-, Kehlkopf oder Lungenkrebs. Dazu wird das Blut mit Kohlenoxyd gesattigt - statt mit Sauerstoff - das dann im ganzen Korper verteilt wird (1/3 im Gehirn).

Auch eine US-amerikanische Untersuchung stellte einen Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum und Intelligenz-Quotienten (IQ) fest. Demzufolge lag der IQ bei Kindern von starken Raucherinnen deutlich niedriger. Eine verzögerte geistige Entwicklung wurde festgestellt. Diese Tendenz zeigte sich ab einem regelmäßigen Konsum von fünf Zigaretten und stieg in Abhängigkeit von der Zahl der gerauchten Zigaretten kontinuierlich an.

Das Rauchen, dies ist eine Sammlung verschiedenster Berichte über Krankheiten und Schäden im Zusammenhang mit dem Blutkreislauf, die durch das Rauchen verursacht oder zumindest verschlimmert werden.

Einige, wesentliche Krankheiten, die durch Rauchen entstehen oder begünstigt werden: Harnwege, Herzinfarkt, Krebs, Nierenerkrankungen, Morbus Alzheimer, Augen / Sehstörungen (Blindheit), Emphysem (Lungenblähung), das Hautkrebs-Risiko steigt, Asthma / Chronische Bronchitis, Pfeifenraucher, Schlaganfall, Raucherbein, etc. Ein neuer Report berichtet, dass gewisse Arten von Rückenoperationen bei Rauchern öfter misslingen als bei Nichtrauchern. Nikotin verengt die neuen Blutgefäße, und der neue Knochen beginnt, abzusterben. Die Knochen wachsen nicht richtig zusammen, sie reiben aufeinander und verusachen Schmerzen. Cadmium verdrängt das für den Knochenstoffwechsel wichtige Calcium aus den Knochen, wodurch es zu einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen kommen kann. 20 Zigaretten verdoppeln die durchschnittliche Tagesaufnahme an Cadmium. Die Liste der möglichen Schäden ist lang.

Auch Rauchen erhöht bekanntermaßen die Gefahr und für Arterienverkalkung. Da die Arteriosklerose wiederum oft mit einer erektilen Dysfunktion einhergeht, könnte das Rauchen auch die Erektionsfähigkeit beeinflussen, so die Vermutung der Wissenschaftler. Nikotin reduziert die Dichte und die Beweglichkeit der Samenzellen und reduziert die Sexualhormone (Testosterone). Neben anderen gesundheitlichen Schäden haben Raucher ein größeres Risiko eine erektile Dysfunktion (Potenzschwäche) zu entwickeln. Die Gefahr einer Erektionsstörung bei Männer mit geringerem Zigarettenkonsum niedriger. In neueren Studien wurde gezeigt, dass auch das Rauchen eine bedeutende Rolle als Kofaktor in der Pathogenese der Parodontopathie spielen kann. Das ist nicht verwunderlich, da Rauchen bekanntlich einen negativen Einfluss auf die Durchblutung hat, und es sich bei der Gingiva um ein Endstromgebiet in der Blutversorgung handelt. Dass das Rauchen die parodontale Situation nicht verbessert, ist mit Sicherheit genauso unbestritten wie die oben publizierte Aussage, dass ein Rauchstopp der Gingiva und dem Parodont "hilft".

Rauchen in der Schwangerschaft

Raucherinnen rücken sich mit jeder Zigarette einen Schritt näher an die Wechseljahre!

Besonders gefährlich ist Rauchen während der Schwangerschaft. Das ungeborene Kind ist schutzlos den zahlreichen Giften ausgesetzt. Es ist nun wichtig, umgehend das Rauchen einzustellen, um die Gesundheit und den Entwicklungsverlauf des Babys nicht aufs Spiel zu setzen. Rauchen während der Schwangerschaft gefährdet das Ungeborene: Erhöhtes Risiko für Früh- und Fehlgeburten, vielfach erhöhtes Risiko des Plötzlichen Kindstodes, erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen des Kindes. Rauchen in der SS erhöht die Risiken für Missbildungen, Fehl- und Frühgeburten. Als Resultat bringen Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, mit höherer Wahrscheinlichkeit ein untergewichtiges Baby zur Welt. Sie leiden zudem häufiger unter Entwicklungsproblemen

Wissenschaftler konnten im Blut Ungeborener insgesamt drei Krebs erregende Substanzen nachweisen. Diese führen zu einer Schädigung der frühkindlichen DNS. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass das Kind an Leukämie oder anderen Krebserkrankungen im Kindesalter erkrankt. Auch geistige Behinderungen, die durch einen Gendefekt hervorgerufen werden, etwa die als Down-Syndrom bekannte Trisomie 21, sind als Folge der DNS-Schädigungen möglich. Einer Studie der Universität Bristol zufolge ist das Rauchen in und nach der Schwangerschaft das Hauptrisiko für den Plötzlichen Kindstod. Würden Eltern auf den Zigarettenkonsum verzichten, ließen sich 60 Prozent der Todesfälle verhindern.

Autor: Maxarr

Veröffentlicht am:
Donnerstag, 1. März 2012, 17:12 Uhr
Bookmark: