Mietwagen in USA

Von einem Urlaub in den USA träumt eigentliche jeder Europäer, weil es sich bei Amerika noch immer um ein Land handelt, dass für viele Menschen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Durch die Größe des Landes und die zahlreichen schönen Orte, die allerdings in riesigen Entfernungen voneinander liegen, ist es vom großem Vorteil, sich ein Mietwagen zu besorgen. Wer sich dann tatsächlich für einen Mietwagen entschlossen hat, der sollte sich vorher unbedingt über die dortigen Mietpreise informieren. Man kann bereits zuhause die Mietpreise in Erfahrung bringen, indem man einfach auf die Webseite einer großen, internationalen Mietwagenfirma geht, oder alternativ dazu die nächste Filiale besucht und sich ausführlich informieren lässt.



Wer sich auf der sicheren Seite bewegen will, der beantragt vor der Amerikareise einen Internationalen Führerschein. Nachdem die Wahl auf ein geeignetes Fahrzeug gefallen ist, ist es sehr empfehlenswert sich mit ein paar grundsätzlichen Gewohnheiten, für das Fahren in Amerika vertraut machen. Es wird dringend empfohlen bei Polizeikontrollen schnellstens anzuhalten, möglichst sofort den Motor abzustellen und schon einmal das Fenster zu öffnen. Die Hände sollten tunlichst am Lenkrad bleiben und man sollte auf gar keinem Fall aussteigen. Empfehlenswert ist weiterhin, die Fahrerlaubnis bereit zu halten, die man keinesfalls im Handschuhfach liegen haben sollte, denn das Öffnen desselben, löst bei vielen Polizisten in Amerika Panik aus, weil man sofort vermutet, man wolle eine Waffe herausholen.



Hierbei gibt es noch einen weiteren grundsätzlichen Tipp zu beachten, nämlich, einem Polizisten niemals zu nahe zu kommen. Jede noch so leichte und vielleicht sogar nett gemeinte Berührung, könnte von dem Polizisten als Angriff interpretiert werden und führt oftmals sehr schnell zu einer lebensgefährlichen Situation. Auch beim Thema Geschwindigkeiten und Müll nehmen es die Amerikaner sehr genau. Es gibt zwar keine einheitlichen Tempolimits, und jeder Bundesstaat legt seine eigenen Limits selber fest. Diese erkennt man sehr schnell an den weißen Schildern mit der Aufschrift: „Speed Limit“.



Zu den Verkehrsregeln in Kalifornien ist zu sagen, dass sie denen in Deutschland sehr ähnlich sind. Rechtsabbiegen an roten Ampeln ist grundsätzlich erlaubt, falls es wider Erwarten verboten ist, weisen Schilder ausdrücklich darauf hin. Allerdings muss man vor dem Abbiegen unbedingt anhalten und schauen, ob ein Einbiegen ohne Gefahren möglich ist. Halteverbotsschilder gibt es in drei unterschiedlichen Farben, nämlich in rot, was ein absolutes Halteverbot bedeutet, in blau, was auf einen Behindertenpark hinweist sowie ein weißes was signalisiert, dass hier das Parken erlaubt ist.



Die in Deutschland bekannte Regel „rechts vor links“ gibt es in Kalifornien nicht. Aus diesem Grund findet man an solchen Kreuzungen grundsätzlich Stoppschilder. Jedes Auto muss hier anhalten und losgefahren wird dann in der Reihenfolge des Eintreffens an der Kreuzung. Auch wenn man daran zweifelt, diese Regel funktioniert in Kalifornien erstaunlicherweise sehr gut und beinhaltet keine „Deadlock-Gefahr“. Auch bei den Ampeln wird man als Europäer zunächst etwas erstaunt sein, denn sie befinden sich immer an den gegenüberliegenden Seiten der Kreuzung. Ist dies am Anfang noch gewöhnungsbedürftig, weil die Haltelinie nicht mit dem Lichtzeichen auf einer Linie ist. Wenn man aber erst einmal steht, erkennt man Rot und Grün sehr viel einfacher und bekommt auch nicht den unangenehmen Nebeneffekt von einem steifen Nacken, indem man, wie in Europa die Ampel direkt über einem beobachtet.



Auch wenn es allgemein bekannt ist, dass die Amerikaner es mit dem Umweltschutz nicht all zu genau nehmen, in Bezug auf Müll sind sie extrem pingelig. Man sollte also unbedingt das Rauswerfen oder Abladen von Müll vermeiden. Und abschließend gibt es zum Thema Straßenverkehr nur noch soviel zu sagen, egal welche Verstöße einem vorgeworfen werden, man sollte sich niemals auf die Diskussion mit einem Sheriff einlassen, denn vor Gericht zählt ausschließlich die Aussage des Sheriffs.



Aber nicht nur die Verkehrsregeln haben in Amerika ihre ganz eigenen Gesetze, auch das Thema Tanken führt bei vielen, zunächst zu großer Verwirrung. Die Verwirrung beginnt bereits bei dem Begriff „Gallone“, denn der Benzinpreis wird nicht in Litern, sondern in Galonen angezeigt. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern und man wird sehr schnell feststellen, dass der Sprit in Amerika vergleichsweise sehr viel günstiger, als beispielsweise in Europa ist. Jetzt denken die Meisten natürlich, was soll denn beim Tanken kompliziert sein? Aber jeder der schon einmal mit einem Auto in Amerika unterwegs war, wird sich erinnern, wie dumm er zunächst da gestanden hat, als er tanken wollte und es kam kein Benzin aus dem komischen Schlauch. Denn im Gegensatz zu Deutschland muss man vor dem Tanken zur Kasse gehen und im Voraus bezahlen. Die Zapfsäule wird dann jeweils genau für den Betrag freigeschaltet, den man vorab bezahlt hat. Aus Bequemlichkeitsgründen wird hierbei empfohlen mit einer Kreditkarte zu bezahlen, denn hierbei wird man nach dem Einschieben der Karte lediglich nach dem Zip-Code gebeten und im Anschluss prüft das System ob die Eingabe mit dem auf dem Magnetstreifen gespeicherten Daten übereinstimmt. Ein letzter guter Tipp zum Tanken in Amerika sei wärmstens empfohlen, immer rechtzeitig tanken, insbesondere in den Weiten von Kalifornien hat man sich sehr schnell vertan. Das bedeutet, wenn man an einer Tankstelle vorbei kommt unbedingt nach tanken, auch wenn der Tank noch halb voll ist.



Auch wenn ein Kalifornienurlaub für viele Menschen immer noch ein Highlight bedeutet, ist eine Fahrt über die Golden Gate Bridge in San Franzisko nochmals etwas ganz spezielles. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht den wunderschönen Ausblick auf der Golden Gate Bridge mit San Francisco im Hintergrund beeindruckend findet. Bei sehr gutem Wetter hat man einen wunderbaren Blick auf das nördliche San Francisco sowie auf die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz. Wenn man dann noch im Autoradio „San Francisco“ von Scott McKenzie hört, dann wird jeder vom American Spirit Image gefangen werden.





Autor: Fleißige Biene
Veröffentlicht am:
Samstag, 2. April 2011, 13:46 Uhr
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